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Ein Handy, mit dem man nicht telefonieren kann

Social Communities sind der große Trend des jungen 21. Jahrhunderts. Facebook, Myspace, Twitter & Co bieten den Nutzern die Möglichkeit, ständig mit ihren Online-Bekanntschaften und realen Freunden in Kontakt zu stehen.Der Kurznachrichtendienst Twitter ist sogar so beliebt, dass in den USA jetzt sogar ein Handy auf den Markt kommt, mit dem ausschließlich Tweeds, so heißen die Nachrichten, die man auf dem eigenen Profil im Portal hinterlässt, verschicken kann.
Nicht einmal Telefonieren ist mit dem “TwitterPeek” möglich. SMS verschicken, E-Mails schreiben oder im Internet surfen – Fehlanzeige. Dafür bietet das Handy eine vollwertige Tastatur im QWERTY-Design und ein Scrollrad. Billig ist das Gerät auch nicht gerade, mit 200 US-Dollar, umgerechnet etwa 134 Euro, soll das TwitterPeek zu Buche schlagen, wenn man es ein Leben lang ohne zusätzliche Verbindungskosten nutzen will. Ansonsten kann man es schon für 99 Dollar erwerben, die Nutzung ist allerdings dann auf ein halbes Jahr begrenzt, danach fallen monatliche Kosten in Höhe von knapp 8 Dollar an.
Und dabei gibt es doch mittlerweile für Alles eine App, um mal den Werbeslogan eines anderen Handy-Herstellers zu zitieren. Die Alleskönner unter den Handys, die sogenannten Smartphones bieten nämlich die Möglichkeit, zahlreiche Software-Applikationen, kurz “Apps”, auf dem Hightech-Handy zu installieren und so auch seinen Twitter-Account auf dem aktuellsten Stand halten zu können, wenn man gerade unterwegs ist.
Ob der TwitterPeek tatsächlich eine Marktlücke ausfüllt oder eher ein Schlag ins Wasser ist, wird sich zeigen. Gespannt sein darf man sicherlich ebenfalls, ob der kleine Zwitscherer den Sprung über den großen Teich schafft und eines Tages auch in Deutschland zum Einsatz kommt.
Man kann natürlich behaupten, dass das Gerät aufgrund seines Designs und seiner Ausstattung wesentlich besser zum twittern geeignet ist, als ein Smartphone, allerdings stellt sich doch die Frage, wieviele Nutzer tatsächlich so abhängig von Twitter sind, dass sie bereit wären, ein zusätzliches Gerät ausschließlich zu diesem Zweck zu kaufen. So aktiv wie Celebrity Blogger Perez Hilton oder Schauspieler Ashton Kutcher dürften unter den Otto Normalverbrauchern wohl nur sehr wenige Mitglieder von Twitter sein.

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